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DIE GESCHICHTE DES FREITAUCHENS

Freediving oder aus dem Ursprung „Apnoe“ Tauchen ist die älteste und ursprünglichste Form des Tauchens.

Das Wort „Apnoe“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Nicht-Atmung“. Früher war jeder Tauchgang „apnoe, da man moderne Hilfsmittel wie Sauerstoffgeräte noch gar nicht kannte. Man hielt die Luft an, tauchte bis man den Drang zu Atmen verspürte und kehrte wieder an die Oberfläche zurück. Folglich lässt sich vermuten, dass man die ersten Apnoetaucher dort findet, wo der Mensch begonnen hat im Wasser zu tauchen.

Archäologische Funde belegen, dass Menschen bereits seit ca. 4500 vor Christi  mit dem Freitauchen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Die ersten dafür bekannten Völker waren Die Haen – Yo in Korea und Amataucherinnen aus Japan, die beide mit angehaltenem Atem in die Tiefe tauchten, um Muscheln und Schwämme zu sammeln und später zu verkaufen.

In der Antike halfen Freitaucher dem griechischem Militär bei einem Angriff auf Syracus (Sizilien) die Unterwasserbarrieren zu durchbrechen, die die griechischen Schiffe beschädigen und so vom Angriff abhalten sollten. Auch die Speerfischer rund ums Mittelmeer bilden den geschichtlichen Hintergrund für die Entwicklung des Apnoesports.

Anfang dieses Jahrhunderts erfolgte eine entscheidende Wendung. Die ersten Sauerstoffgeräte wurden eingesetzt. Damit konnte länger getaucht werden. Dies barg natürlich etliche Vorteile, wodurch das Apnoetauchen mehr und mehr zu einer Sportart wurde, die nur noch von wenigen „Verrückten“ ausgeübt wurde.

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Ausbildung im Bereich Freediving  grundlegend geändert, was auch gut so ist. Früher wurde viel experimentiert, da es fast keine Unterlagen bzw. Fachbücher gab. Manches war gut und hat bis jetzt Bestand, bei anderen Dingen schlägt man heute die Hände über dem Kopf zusammen und wundert sich das damals nicht mehr passiert ist.

Heute stehen den Apnoetauchern aber auch moderne technische Hilfsmittel zur Verfügung. Extra lange Tauchflossen, Bleischlitten, Taucherbrillen mit wenig Volumeninhalt, welche Augen und Nase umschliessen, ermöglichen immer erstaunlichere Leistungen.

Mittlerweile hat sich das Freediving nicht nur gemausert sondern entwickelt. Das Ausbildungsmaterial ist sowohl in Theorie als auch Praxis fundiert und macht das Freediving nicht nur zu einer einzigartigen Sportart (was es eh schon immer war) sondern auch zu einer sicheren.